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Performance

Volker Eschmann
Exposé zum Waldkunstpfad 2010/DA
Arbeitstitel: „Strange Fruit“
Was ist das, was da im Baum hängt? 1, 2, 3...bist du dabei? Ein Mensch? Ein Kinderspiel? Ein Körper? Ein Traum? Ein Raum im Baum?
Ein Ei oder ein Haus? Ein Gehängter....homo homini lupus. Der Wind fährt in die Weide. Das Ei platzt auf, ein Schrei ertönt, die Erde bebt. Der Gehängte lebt! Odin fährt aus der Haut und schafft sich eine Welt. Ask und Embla, Gewalt und Liebe....beharrlich auf der Suche nach Weisheit.
Szenario
Am Rande einer kleinen Lichtung schwebt ein Baumhaus wie eine riesengroße Frucht im Geäst eines Baumes. Das Baumhaus ist mehr Skulptur denn begehbares Haus. Es entstand während des dreiwöchigen Symposiums aus Weide und Ästen. Mit Lehm verputzt, der gemischt ist mit einer Naturfarbe, rot oder ocker. Über Strickleitern ist es für Besucher erreichbar. Nicht mehr Natur, noch nicht Kultur. Das Baumhaus wird mit der Zeit zerfallen, wird wieder Wald. Geht über in den Kreislauf der Natur. Ein Skelett aus Holz bleibt zurück. Am Lehm kann man den Lauf der Zeit beobachten da er wenn er trocknet reißt und immer weiter aufbricht bis er schließlich, wenn der Hauptteil er Feuchtigkeit verschwunden ist ganz zu Sand zerfällt.
Performance/Tanz:
Während des Symposiums setzt sich eine Gruppe aus verschiedenen Disziplinen (Tänzer/innen, Soziologe, Ethnologe, Künstler) mit dem Thema „Freiheit und Wildnis“ auseinander. Das Ergebnis ist eine Performance, die sich an Odin als Leitfigur orientieren wird. Es erwartet Sie eine Reflektion über die Wildnis in uns, die Gewalt der Zivilisation und die Illusion der Freiheit.
Methode
Die Performance wird mit Contact Improvisation erarbeitet. Contact Improvisation ist Ausdruck einer unberechenbaren, unkontrollierbaren Situation, die, da der Tanz nicht choreographiert ist, spontan eine Geschichte erzählt. Im unaufhaltsamen Fluss der Bewegung entstehen immer neue Lösungen, es ist ein stetes Spiel zwischen Scheitern und Neubeginn. Es gibt keinen Stillstand. Wenige einfache Elemente, die im Symposium herausgearbeitet werden, bilden die Grundlage für die Improvisation der Tänzer/innen.
Performanceort
Im Himmel schwebt ein seltsames Objekt, am Boden ist ein großer Kreis aus gestampfter Erde und Lehm vorbereitet, der mit einem Steinkreis umrandet ist. Archaischer Ritualplatz oder
neuzeitliche Bühne, auch dieser Ort wird wenn er nicht immer wieder erneuert wieder zerfallen und eins werden mit der Natur.

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...and stop.